Reden für eine neue Republik: Nachlese 10. Mai

Geschrieben am 14. Mai 2009. Einsortiert unter: Parteiengründung, Politische Kritik, Veranstaltungen, Verfassungsrecht | Schlagworte: , , , , , , |

Nicht zu bremsen!

Auch wenn der Verfassungsschutz wieder einmal unsere Technik sabotiert und anfangs einen lärmendes Straßenkehrfahrzeug vorbei geschickt hat: Das kann uns nicht mehr bremsen! Und dem lieben Gott scheint es auch zu gefallen, dass wir da sind, denn er hat gutes Wetter für uns gemacht.

Panorama_10Mai

Panorama: Berlin vor der demokratischen Revolution 2009

Gruppe48_PlakatUnser erstes Plakat

Themen der Reden

  • Wir wollen in unseren Reden einen Ausblick auf eine bessere Zukunft unter einer neuen Verfassung und in einer neuen Republik geben. Doch zugleich müssen wir in den Spiegel schauen, damit wir wissen, was und wer wir als Bundesrepublik heute sind und was uns so alt und hässlich gemacht hat. Ebenso müssen wir in den Rückspiegel schauen, denn dort können wir vielleicht erkennen, was uns so bremst.
  • Entgegen aller feierlichen Reden der politischen Klasse ist das Ende der Bundesrepublik absehbar. Sie ist dabei, sozial, politisch, finanziell und wirtschaftlich zu scheitern. Die Frage ist nur noch, ob es ein gutes Ende der Bundesrepublik in Form der Überleitung in eine neue Republik gibt – dafür müssten wir kämpfen -, oder ob es ein böses Ende als bankrotte Status-Quo-Diktatur geben wird – das würde ganz von selbst kommen, wenn wir nichts unternehmen.
  • 1848: Wir haben großartige demokratische Vorbilder in der Geschichte, sie wurden nur ignoriert, vergessen oder verdrängt. Die demokratischen Revolutionäre von 1848 forderten gegen die Kleinstaaterei, den Adel und das Militär eine Verfassung, eine deutsche Einheit, Wahlrecht, Pressefreiheit und ein Parlament. Mit derselben Überzeugung und Frechheit müssen wir heute eine neue Verfassung nach Artikel 146 des Grundgesetzes fordern, damit Deutschland eine grundlegende Staatsreform und einen neuen Sozialvertrag bekommt. Die etablierten politischen Parteien haben in ihrem letzten Aufgebot, der großen Koalition, bewiesen, dass sie das nicht schaffen oder nicht wollen, was im Resultat dasselbe ist.
  • Wir brauchen Visionen! Das Visionstabu, das vor allem die deutschen Eliten beherrscht, muss durchbrochen werden.  Der Psychologe Stephan Grünewald hat in über 20.000 Tiefeninterviews herausgefunden, dass besonders die “Leistungsträger” und “Entscheider” politisch leidenschaftslos und  gelähmt sind. In seinem Buch Deutschland auf der Couch erklärt er, dass diese Unterdrückung von Visionen nichts anderes als eine höchst ungesunde Art der Verarbeitung und der Verdrängung der deutschen Schuld am zweiten Weltkrieg und insbesondere an der Ermordung der Juden ist. Ohne Visionen können wir aber keine neue Politik mehr denken und verlieren die Chance auf eine bessere Zukunft. Der in diesem Jahr so maßlos überfeierte Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt  sagte einmal über Willy Brandt “Wer Visionen hat soll zum Arzt gehen”. Was aber würde passieren, wenn Leute wie wir von der Gruppe ’48 tatsächlich zum Arzt gingen? Er würde wohl sagen: “Dafür, dass ihr Deutsche seid, seid ihr erstaunlich gesund! Aber wenn ihr Helmut Schmidt trefft, dann schickt ihn mal vorbei.”
  • Was ist unsere Vision? Die Befreiung der Demokratie, die im schönsten Parlament der Welt als Gefangene gehalten wird , in unserem Deutschen Reichstag. Dies Aufgabe ist viel schwieriger als das Durchschlagen eines gordischen Knoten mit dem Schwert. Wir dagegen müssen Mauern einreißen, und das nur mit unserer Stimme. Doch hier ist die gute Nachricht: Diese Mauern sind nicht aus Stein, sondern aus Papier. Es ist das Grundgesetz und die gesamte darauf aufbauende Gesetzesarchitektur der Bundesrepublik, in der die Demokratie zu ersticken droht.
  • Unsere Chance! Eine “verfassungsgebende Versammlung” kann über ein einfaches Gesetz ins Leben gerufen werden. Sie kann inhaltlich nicht beschränkt werden und gibt nur sich selbst Regeln. Wenn so ein Konvent einmal einberufen ist, dann ist das bereits eine demokratische Revolution. Diese Versammlung hat die größte vorstellbare politische Macht. Sie ist die verfassungsgebende Gewalt und hat die Möglichkeit, die gesamte Staatsordnung neu einzurichten. Am Ende braucht sie für die Umsetzung ihrer Beschlüsse nur noch eins, einen Volksentscheid aller deutschen Bürger.
  • In einem skandalös schlecht organisierten Wettbewerb sollte ein  Einheits- und Freiheitsdenkmal prämiert werden. Dieser Wettbewerb ist gerade  gescheitert, obwohl es 532 Vorschläge gab. Die Gruppe ’48 wird sich an der nächsten Ausschreibung mit einem eigenen Vorschlag beteiligen. Die Gruppe ’48 wird  als Einheits- und Freiheitsdenkmal eine neue Verfassung aller Deutschen in Ost und West vorschlagen. Alles andere ist in unseren Augen unwürdig, lächerlich und verlogen.
  • Die etablierten Parteien werden niemals diese Initiative ergreifen, denn sie selbst, ihre Politiker und der öffentliche Dienst würden alle ihre Pfründe verlieren, die durch das unter den vielen dilettantischen Änderungen ächzende Grundgesetz gesichert sind.
  • Deshalb müssen wir in den Bundestag mit einer neuen politischen Kraft, die nur ein Ziel hat: eine neue Verfassung. Alle anderen Probleme Deutschlands lassen sich von diesem Punkt an ändern. Und wenn die Deutschen es schaffen, sich zum ersten Mal ohne Zwang und Not, sondern aus freier Entscheidung, eine neue Verfassung und damit einen neuen Sozialvertrag für die nächsten Jahrzehnte zu geben, dann schaffen sie auch alles andere. Diese Deutsche Revolution des 21. Jahrhunderts beginnt hier und jetzt! 

Weinkisten_10Mai

Werden diese Weinkisten eines Tages im Deutschen Historischen Museum stehen, um an den Beginn der Deutschen Revolution 2009 zu erinnern?

 
Steinhausen_10Mai

Harald Steinhausen will eine neue Verfassung als Einheitsdenkmal, nichts anderes

 

Grünenberg2_10Mai

Reginald Grünenberg schlägt ein neues Wachstums- und Arbeitsmodell für die neue Republik vor

Anarcho_10Mai

Wer sich so wie wir auf den Marktplatz der Meinungen stellt, der muss sich auch die Meinungen anderer anhören:
“Wir brauchen keine verfickte Verfassung, sondern Anarchie, du Arschloch!” 

ChristianLea_10Mai

Gruppe ’48-Mitgründer Christian Eckert und Lea Dittbrenner

Grünenberg_10Mai

2 x 450 Watt machten uns unüberhörbar!

 

Tisch_10Mai

So fängt alles klein an: Erste Auslagen auf unserem Tapeziertisch

 

Leute_10Mai

Der Platz füllt sich. Auch die Flut ist am Anfang nur ein Kräuseln auf den Wellen.

Im Gespräch_10Mai

Im Gespräch mit ein paar Jungs, die ALLES und das natürlich SOFORT wissen und verstehen wollten, nachdem sie 5 Minuten zugehört hatten. Wir machten einen Deal: Sie lesen erst einmal die Inhaltsangabe von Das Ende der Bundesrepublik , dann können sie noch einmal genauer fragen, was sie gerne wissen möchten.

 

 


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4 Antworten to “Reden für eine neue Republik: Nachlese 10. Mai”

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Das Ende der Bundesrepublik droht,falls das
Grundgesetz nicht geändert wird.
Zur Aufnahme von Volksentscheiden fordere
ich auch,Wegfall der 5%-Klausel für alle
Wahlen,siehe Israel.
Weiter fordere ich,Gleichberechtigung aller Bürger bei der sozialen Absicherung.
D.h.Arbeitgeber und Arbeitnehmer werden
von den Sozialversichungskosten befreit,
diese werden komplett über die Steuern
finanziert.Zahlen wir nicht jeder Bürger
jeden Tag Steuern.So ist es doch nicht
mehr als gerecht,die soziale Absicherung
damit für alle Bürger gleichberechtigt
zu sichern.

oh danke fuer die aktion, das wurde zeit, habt ihr schon den verfassungsentwurf gelesen?
suchmaschine stichwort “buddhangmut”!!!

Ich hoffe man kann noch viel mehr von Euch hören und sehen Hut ab und danke für Euren Mut,warum nur in Berlin kommt auch nach Sachsen bitte !

ja, super, so ist es!
…und, ist der verfassungsvorschlag von buddhangmut nicht ein geeigneter “runder tisch” als grundlage für so ein convent?


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